13 Kommentare zu „Gespräche mit Herrn Carl“

  1. Carl ist einstweilen angekommen, die Frage die sich sofort stellt, ja wo denn? Carl der Seebär hat seine Cest La Vie sicher in den Heimathafen Aquileia gebracht und ist dann zurück zu seinen Latifundien in die Steiermark um aufzuräumen. Ja das Wort „Aufräumen“ hat so seine besondere Bedeutung bei Carl, weil wo Carl aufräumt bleibt kein Baum gerade. Da stellt sich dann die Frage was wohl besser ist, Carl am Hochsitz auf einem Baum, oder mit der Motorsäge am Baum, auf jedenfalls irgendwas fällt immer. Kaum vorstellbar wie er es schafft seinen Großbaum auf der Cest La Vie nicht permanent zu Fall zu bringen…. er kanns halt!

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  2. Servus Paul,
    mit Carl und Dir haben sich die richtigen zwei gefunden!
    Was uns Aquileia DYS Segler verbindet ist die Leidenschaft, Neugier und eine große Portion Optimismus.
    Danke das ihr euer Abenteuer mit uns teilt!
    Ahoi Holger

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    • Holger danke für deinen Beitrag, ich fühle mich wie zuhause wenn ich etwas zurück bekomme von meinen Freunden.
      Heute bin ich in Civitanova Mahe ein unglaublicher Ort, aber ich werde noch darüber extra berichten. Was ich jedoch schon verraten kann, Italien ist einfach super, alles so easy und die Lebensart, so angenehm, kein Stress, ich habe viel Spaß.

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  3. Carl is calling,
    Carl liefert einen Rekord nach dem anderen, dieses Mal umschifft Carl drei Länder und segelt so übernacht von Griechenland direkt nach Dubrovnik, dabei lässt er Albanien und Montenegro rechts liegen. Rechts weil er von Süden nach Norden segelt, da liegt das Festland Steuerbord. Viel dürfte er sowieso nicht gesehen haben, so war er zum einen viel zu weit draußen und zum anderen hat er wohl einiges verschlafen, so ist er eben unser Seebär Carl.

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  4. Gestern war es wieder soweit, Carl ruft an.
    Wie bekannt, ein Anruf von Carl ist wie ein Befehl: Abheben und zuhören!
    Dieses mal war die bohrende Frage, wie weit ich denn schon bin und wann ich den endlich los fahre.
    Beides war schnell beantwortet, Schiff fertig, Abfahrt morgen.
    Es wäre nicht Carl wenn dann nicht noch das Thema Solar nachgefragt wird. Jetzt konnte ich Carl überraschen, ich hab zuviel Strom, meine Batterien sind voll und die Sonne scheint immer noch, was logischerweise dazu führt, daß kein Ladestrom mehr angezeigt wird. Carl war zufrieden, so kann die Fahrt doch noch gelingen, weil wie Carl meint, im Süden gibt’s keinen Landstrom und die Verhältnisse im Ionischen Meer sind grimmig, da musst du Motoren können und das braucht Saft.
    Jetzt bin ich für Carl wieder ein ernstzunehmender Schiffsführer,
    danke lieber Carl!

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  5. Telefonat mit Carl

    Heute haben wir 40 Minuten leidenschaftlich über Solar diskutiert. Carl wollte wissen, wie ich 16 PV Platten auf meine 7 Meter lange Polina montiere. Da habe ich festgestellt, Carl hat eine abweichende Vorstellung wie ich meinen Strom produzieren werde.

    1. Während der Fahrt sind bestenfalls 6 Paneele (600 Wp) im aktiven produzierenden Betrieb, vier für die 48 Volt, zwei für 12 Volt
    2. Es wird während der Fahrt nur die 48 Volt Vortriebsbatterie (13 KWh) geladen, nicht die 48 Volt Reservebatterie (5 KWh)
    3. Am Steg oder Hafen werden 12 Paneele (1200 Wp) landseitig ausgelegt und an insgesamt 4 Laderegler angeschlossen

    Ja und es werden die Batterien direkt über den Laderegler (100V PV Spannung, 20 Amp. Ladeleistung) geladen, es erfolgt keine Zwischenspeicherung und anschließende Wandlung in 12 oder 48 Volt, damit werden Wandlungsverluste ausgeschlossen. Die gesamte Ladeung wird also bei absolut leeren Batterien ca. zwei sonniger Tage bedürfen.

    Ja so vergeht eine Woche an Bord der POLINA, fünf Tage segeln mit Elektromotorunterstützung und zwei Tage Ruhepause, so wie es schon in der Bibel steht. Unter der Annahme das ich mit 500 Watt unter Segel ca. 4 Knoten erreiche und ich täglich 10 Stunden fahre, ist mein Wochenschnitt 200 NM, mal sehen was die Praxis sagt.

    Gerne nehme ich an dieser Stelle Kommentare entgegen, ich bin jedenfalls gespannt wie weit ich daneben liege?!

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  6. Ich kann und will es niemanden vorenthalten, Carl hat mir soeben ein Bild von den Zuständen auf griechischen Häfen gesendet. Ja wenn Griechenland so mit den EU Geldern wirtschaftet, dann gute Nacht!
    Übrigens es war auch ein Video dabei von permanenten Lecks in der Wasserversorgung, dass ist extrem bedenklich in Zeiten wo der Klimawandel unsere Ressourcen an Wasser immer mehr versiegen lässt.
    Ich kann nur zur Vernunft aufrufen und die Verantwortlichen zur Verantwortung mahnen.

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  7. Telefonat mit Carl:
    Carl mag keine Jachthäfen, er bevorzugt Buchten! Da ist er genau das Gegenteil von mir, ich brauche den Jachthafen wegen der Stromversorgung. Meine POLINA fährt bekanntlich elektrisch, wenn sie nicht gerade durch Wind bewegt wird, daher Hafen ist gleich Strom und Wasser. Carl braucht keinen Strom, er fährt ja mit Kraftstoff und der liefert die „KRAFT“ wie er zu sagen pflegt. Wasser braucht man höchstens in der Kirche, ansonsten nimmt man Bier. Ja und Carl macht sich seinen Strom selbst, „SOLAR SOLAR“ wie er zu sagen pflegt.
    Und da beginnt unser Telefongespräch, Carl segelte voriges Jahr von Aquileia bis nach Zypern und hatte nach seinen eigenen Angaben 150 Liter Diesel verbraucht. Der Motor verbraucht in der Stunde 1,5 Liter und beschleunigt die c’est la vie auf 5 Knoten. Also hat Carl sie 100 Stunden unter Motor gefahren und annähernd 500 Meilen zurückgelegt.
    Umgekehrt meine POLINA vollelektrisch braucht für 4 Knoten Fahrt 1 KW Strom. Meiner Batterie hat eine Kapazität von 20 KWh, daher komme ich mit einer Ladung 80 Meilen weit. Unter den Bedingungen wie Carl sie beschrieben hat, sollte man mit sechs bis sieben Hafenaufenthalten das gleiche Ziel erreichen.
    Jetzt lässt es sich leidenschaftlich diskutieren was die Angenehmere Art zu segeln ist, in unserem heutigen Telefonat 51 Minuten lang, Carl bevorzugt eben das Buchteln, ich schätze die Annehmlichkeiten einer Marina, wie sauberes WC, warme Dusche und eben Strom.
    Ich freu mich schon auf das nächste Telefonat mit Carl.

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  8. Carl ist in unserer Segel Gemeinschaft der Seebär.
    Keiner traut sich mehr am Meer.
    Ja und Carl hat einen Hund namens Peddy, der Seehund.
    Und die zwei fahren auf einem Segelschiff, der c’est la vie.
    Was kann man da noch mehr sagen, so ist das Leben eben.
    Ja und da ist noch eine Kleinigkeit, Carls Telefon.
    Ein Anruf von Carl ist wie ein Befehl.
    Und worum geht’s?
    1. Strom
    2. Bier
    3. Buchten
    Und in diesem Beitrag geht es nur um diese Themen, weil alles mit allem irgendwie zusammenhängt.

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